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E-Journal für Kunst- und Bildgeschichte
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  • BEITRÄGE
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  • Andreas Kriege-Steffen
  • Ein „altes“ Bild der neuen Großstadt
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  • Trotz der zahlreichen Publikationen zum Wiederaufbau der DDR im Allgemeinen und zum Wiederaufbau von Dresden im Speziellen liegt bislang keine Untersuchung des 1952 erfolgten Wettbewerbs zur Zentrumsgestaltung der Stadt Dresden mit seinen vier Wettbewerbsbeiträgen vor. Dieses Vorhaben wird vom Autor im Rahmen einer Dissertation seit 2012 angestrebt. Dieser Beitrag nähert sich anhand einer Mikroperspektive mit dem Fokus auf die eingereichten Entwürfe zur Westseite des Altmarktes einer noch ausstehenden umfangreichen Würdigung des Wettbewerbs an. Die Aufbereitung der Wettbewerbsvorgeschichte zeigt, dass der Wettbewerb sich zum einen – trotz seiner nur partiellen Realisierung – in eine Reihe von Planungen für die Stadt Dresden ab den 1920er Jahren einreihen lässt, sich zum anderen aber auch der Kenntnisstand der beteiligten Planer und Berater bezüglich der Wettbewerbsanforderungen stärker unterschieden als bisher angenommen. Durch die Analyse der vier eingereichten Beiträge werden sowohl die unterschiedlichen Haltungen zum Wiederaufbau der Stadt Dresden von Seiten der beteiligten Architekten dargestellt als auch die Schwierigkeiten im Umgang mit den städtebaulichen, architektonischen und baupolitischen Vorgaben. Der prämierte, vom Kollektiv Johannes Rascher erarbeitete Entwurf für die Westseite überzeugte dabei mit einer Fassadengliederung, die sich – in einer Kombination von Baustilelementen bekannter Dresdner sowie regionaler Bauten – am Bild einer neuen Großstadt Dresden unter Bezugnahme auf die Architektursprache aus den 1920er Jahren orientiert. Damit gelang des den Planern, diese großstädtischen Gebäude in der Stadt zu verorten und zugleich vertraut erscheinen zu lassen.
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