E-Journal für Kunst- und Bildgeschichte
Stingel-Voigt, Yvonne

The Path

Im vorliegenden Artikel wird kurz dargestellt, inwiefern Musik und Orte (in der Virtualität) zueinander in Beziehung stehen können. In manchen Computerspielen wirken Klang und Musik in Korrespondenz zur virtuellen Geografie. Das bedeutet, sie erklingt an bestimmten Standorten und verhilft diesen so zu einer audiovisuellen Gestalt. Am Spiel "The Path" soll das Mapping von Musik auf die virtuelle Landschaft des Spielverlaufs geprüft werden. Musik in Computerspielen hat zahlreiche Erscheinungsformen und Aufgaben. Sie kann eine Zierde sein, Hinweise geben, oder ihre Erzeugung kann ein konkretes Ziel des Spiels sein. Das audiovisuelle Erlebnis von Spielen, die in einer virtuellen Welt stattfinden, weist auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit der Rezeption von Filmen auf. Bei näherer Betrachtung stellt sich dann jedoch schnell heraus, dass es sich um zwei verschiedene Mediengattungen handelt, die mit unterschiedlich starker Anteilnahme und Aktivität rezipiert werden. Ein Computerspiel lebt von Interaktion und Partizipation. Der Spieler handelt, erteilt Eingabebefehle, plant Strategien, folgt Hinweisen durch die Musik und erlebt dabei einen fast individuellen Soundtrack. Dieser resultiert aus seinen jeweiligen Handlungen in der virtuellen Welt. Alle Handlungen finden an Orten statt, die eine Topografie und Geografie (oft auch mit physikalischen Eigenheiten) besitzen.

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