E-Journal für Kunst- und Bildgeschichte
Finnendahl, Orm

Technologie und performative Kompetenz

Ausgehend von einer allgemeinen Betrachtung zum Verhältnis von Komposition und Improvisation, das durch Unterschiede in Autonomieanspruch, Werkcharakter, Performativität und Intentionalität charakterisiert ist, wird ein vom Autor selbstentwickeltes Computerprogramm vorgestellt, das im Kontinuum zwischen Improvisation und Komposition eingesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang ermöglicht die Technologie zusätzliche Rezeptionsperspektiven, die in einer offenen Form der Auseinandersetzung zwischen allen Beteiligten zur Kriterienbildung beitragen können. Zugleich lassen sich Versuchsanordnungen herstellen, die mit neuartigen Formen des Zusammenhangs von Struktur, Vorplanung und Entscheidung operieren und dabei den formalen Eigensinn organisierter Anordnungen und die daraus resultierenden Klangtransformationsprozesse der Autonomie und performativen Kompetenz von Echtzeitmusikern gegenüberstellen.

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